Ein Thingbaum schmückt den Dorfmittelpunkt.

 


(v.re.) Bürgermeister Edgar Petersen mit dem Arbeitskreis, der den Steinplatz geplant hat:
Volker Marxsen, Otto Ohlsen, Angelika Polzien und Horst Marxsen

Thingplatz

Auf dem freien Platz an der Kreuzung bei der Au in Ortsmitte - als „Thingplatz“ bekannt - trafen sich die Einwohner bisher einmal im Jahr zur Weihnachtsbaumaktion. Künftig dürfte er sich zum echten Dorfmittelpunkt entwickeln; denn er wurde am 12. Mai zum Abschluss von Verschönerungsarbeiten feierlich eingeweiht. Im Mittelpunkt der neu angesäten Fläche steht seitdem ein „Thing-Baum“, der unter dem Wappen der Gemeinde die hier aktiven Vereine und Institutionen mit bunten Schildern präsentiert:  Freiwillige Feuerwehr, Sportschützen im VfL Eiche, Schützenverein, Kinderfest, Pétanque Club, Schlepper-Freunde, gemischter Chor, DRK und Angelsportgemeinschaft - sie alle waren mit Verantwortlichen und weiteren Mitgliedern vertreten, als Bürgermeister Edgar Petersen den vier Sponsorenfirmen dankte und auf die mittelalterliche Bedeutung Idstedts hinwies: Im zentral gelegenen Ort des gleichnamigen Syssels, der als südlichster in Dänemark schon die Grenzen des heutigen Kreisgebietes vorwegnahm, wurde der Thing abgehalten - damals Schlichtung oder Verurteilung bei Streitigkeiten und Straftaten. „Und so werden wir auf diesem Platz noch so manches Mal Gericht halten“, kündigte der Bürgermeister an. Edgar Petersen wird dann allerdings nicht mehr im Amt sein; nach 20 Jahren als Bürgermeister tritt er aus der Kommunalpolitik ab. Aus diesem Anlass hat er sechs Eiben gestiftet, die am Westende des Platzes einen Steinring umrunden; mittig thront ein 6t-Findling. So soll es nach der Überlieferung auch im Mittelalter ausgesehen haben. Eiben waren Freya gewidmet, der Göttin des Frühlings und der Fruchtbarkeit; sie gaben der Ortschaft den Namen Iistathe=Eibenstätte. Weitere Treffen an diesem historischen Ort sind programmiert: In jedem Herbst wird der Thingbaum heruntergenommen und im Wonnemonat Mai wieder aufgestellt. Legt man das Interesse der Einwohner an der Einweihung zugrunde, ist damit eine weitere Tradition zur Zusammenkunft mit Gegrilltem und Getränken begründet.

st.