Wehrführer Volker Vahlendick (re) mit geehrten und gewählten Kameraden

 

„Unser zweites Auto ist kein Spielzeug"

Im Jahresbericht von Gemeindewehrführer Volker Vahlendick kamen fünf technische Hilfeleistungen vor, die bezirksweite Feierlichkeit zum 80-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr sowie der erste Platz bei der Ausbildungsfahrt auf Amtsebene. Kurz vor Jahresschluss sei die Ersatzbeschaffung für das zweite Einsatzfahrzeug das herausragende Ereignis gewesen.

Hierzu legte Bürgermeister Edgar Petersen Wert auf die Feststellung, dass der Gemeinderat einstimmig den Kauf eines gebrauchten LF 8 beschlossen habe.

Da die Gewichtsreserve des kleineren Vorgängers überschritten gewesen sei, habe man nur die Wahl gehabt, ein größeres Auto zu beschaffen oder weiterhin Gerätschaften bei Alarm zurückzulassen. In diesem Zusammenhang sei es eine Frechheit, gegen die man eigentlich gerichtlich vorgehen müsste, dass einige in öffentlicher Runde verbreiten würden, das zweite Einsatzfahrzeug sei ein „Spielzeug für Wehrführer und Bürgermeister".

Dieser zweite Wagen hat in der Jahreshauptversammlung der Wehr personelle Konsequenzen gehabt: Zum Gerätewart wurde Detlef Hansen gewählt, und auch die 2. Löschgruppe lebt seitdem wieder auf mit Michael Scurla an der Spitze. Als Gruppenführer der ersten Gruppe wurde Kurt Smerz einmütig wiedergewählt.

Außerdem gab es einige Beförderungen: Christian Berger erhielt das Abzeichen für 10 aktive Jahre und wurde Hauptfeuerwehrmann (2 Sterne); Funkbeauftragter Jürgen Vogt (10 Jahre), Atemschutzgerätewart Matthias Pietschmann und stellvertretender Gruppenführer Volker Lück wurden zu Hauptfeuerwehrmännern (3 Sterne) befördert; Gruppenführer Michael Scurla ist seitdem Löschmeister, und Peter „Pedi" Hansen sowie Rüdiger Scurla überstellte der Wehrführer als Löschmeister mit einer Wetterstation als Geschenk in die Ehrenabteilung.

Der stellvertretende Amtswehrführer Lothar Beusen skizzierte die erfolgreiche Feuerwehrarbeit in Südangeln und lobte die reibungslose Zusammenarbeit bei einem kürzlichen Verkehrsunfall. Eine seiner Informationen sorgte indes noch später am Abend für Diskussion: Ehrenmitglieder sind nicht mehr bei der Feuerwehrunfallkasse versichert.

Die Tragweite dieses landesweiten Verfahrens wurde etlichen erst später bewusst. Ein rüstiger Rentner dürfe nun nicht mehr zum Geräte-TÜV in die Kreisfeuerwehrzentrale fahren. Stattdessen müsse sich ein Aktiver dafür einen halben Tag Urlaub nehmen. Und mit der Teilnahme am KFV-Marsch sei es jetzt auch vorbei, klagten einige, die ihre Medaillensammlung mit forschen Schritten gern vervollständigt hätten.

                                                                                                         stz

 

 

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