Deutsch-dänische Freundschaft gefestigt

Den 150. Jahrestag der Schlacht bei Idstedt begingen vor zwölf Jahren erstmals Deutsche und Dänen in einer gemeinsamen Veranstaltung. Damals ergriffen die Sportschützen im VfL Eiche die Initiative und begründeten eine Partnerschaft mit den Schützen in Gravenstein nördlich der Flensburger Förde. Daraus wurde in jährlichen Treffen inzwischen eine Freundschaft auf offizieller Ebene und in privaten Beziehungen.

Turnusmäßig wurden jetzt die dänischen Gäste von Spartenleiter Edgar Petersen willkommen geheißen. Gemeinsam absolvierten die Schützen eine Führung in Schleswig durch Dom, Graukloster und Holm. Iver Clausen, Vorsitzender des 70 Mitglieder starken dänischen Vereins, meinte dazu: „Uns war Schleswig zwar bekannt; aber die gute Führung hat alles noch viel interessanter gemacht."

Beeindruckt zeigte er sich auch von der technischen Anlage mit Bildschirmkontrolle beim anschließenden sportlichen Teil des Besuchsprogramms.

Dabei musste nämlich stehend aufgelegt mit der Kleinkaliberbüchse auf 100m getroffen werden. Diese Disziplin gibt es in Dänemark nicht, wo man als Auflage nur den Dreibock kennt und im Sommer draußen auf 50m sowie wintertags im Gebäude mit KK auf 15m Entfernung schießt.

Zusätzlich mussten bei halber Auflage zehn Schuss mit dem Luftgewehr auf eine Ringscheibe sowie fünf Schuss auf eine Glücksscheibe abgegeben werden.

Für die Sieger gab es Wanderpokale, die aus Anlass der zehnjährigen Freundschaft gestiftet worden waren. Der Pokal für die beste Damenmannschaft ging an Idstedt I mit 914,1 Ringen vor Idstedt II (885,3), Gravenstein II (861,4) und Gravenstein I (835,7). Anders sah es bei den Herren aus: Hier gewann Gravenstein II mit 976,1 Ringen vor Idstedt II (971,0), Idstedt I (914,3), Gravenstein I (868,5) und Gravenstein III (688,7).

Die Einzelpokale sicherten sich bei den Frauen die Idstedterin Katja Petersen (325,6) vor der Dänin Mona Clausen (316,1) sowie bei den Männern Per Grauballe aus Gravenstein (361,8) vor Heinz Schulze aus Idstedt (333,2). Nach einem Essen berieten die Schützen in geselliger Runde, wann und wie der Gegenbesuch in Dänemark ablaufen könnte.