Neuer Betrieb in der Gaststätte „Zur Alten Schule“

Ein Tagesordnungspunkt der ersten Gemeindevertretersitzung nach den Sommerferien war Beratung und Beschlussfassung über die Konzessionsvergabe und Namensänderung der Gaststätte „Zur Alten Schule". Viele Bürger Idstedts schien dieses Thema sehr zu interessieren, so füllte sich der Saal bis auf den letzten Platz. Allerdings war dies erst Top 9 auf der Tagesordnung, so dass sich alle noch gedulden mussten.
In der Einwohnerfragestunde wurde die Beschädigung der gerade neu errichteten Bushaltestelle an der Kirche angesprochen. Leider konnte bisher niemand dafür verantwortlich gemacht werden, so dass 1500€ als Versicherungsschaden angesehen werden müssen. Des weiteren berichtete Bürgermeister Petersen, das die Angelegenheit Karrenberg abgeschlossen ist. Dort wurde eine 2,3 MW Peak Anlage errichtet. Nur im süd-westlichen Teil des Gebiets wurden noch keine Solaranlagen errichtet, da es noch Unstimmigkeiten mit dem Besitzer und der Bundeswehr über einen unterirdischen Vorfluter gibt.
Im Bericht des Bürgermeisters berichtet auch Bürgermeister Petersen von Unstimmigkeiten mit der Bundeswehr. Wie der Presse zu entnehmen war, werden die Anliegergemeinden an den Truppenübungsplatz Langsee von der Bundeswehr nicht sehr ernst genommen und viele Dinge bleiben ungeklärt. Vor allem das absolute Betreuungsverbot der Bundeswehr auch für die Feuerwehr stößt auf großes Unverständnis, vor allem vor dem Hintergrund das es im letzten Jahr einen Flächenbrand auf dem Gelände gab. Des weiteren berichtete der Bürgermeister von dem Ausfall der Schmutzwasserpumpe nach einem extremen Starkregen, das Keller im Bereich der mittleren Dorfstraße überflutete. Auch wurden tiefliegende Keller von Oberflächen Wasser überflutet. Den betroffenen Bürgern soll nun versucht werden über den Kommunale Schadensausgleich geholfen zu werden. In diesem Zuge wies Bürgermeister Petersen darauf hin, das jeder Haushalt der an das Schmutzwassernetz angeschlossen ist, verpflichtet ist eine Sicherheitsklappe in den Schmutzwasseranschlusses seines Hauses einzubauen und diese jährlich zu kontrollieren. Sollte diese nicht vorhanden sein, droht der Verlust von Versicherungsschutz, sollte Schmutzwasser ins Haus eindringen. Ebenfalls wies Bürgermeister Petersen auf die Straßenreinigungssatzung hin, nach der jeder Bürger Verpflichtet ist, die Hälfte der Straße auf der Länge seines Grundstücks mit zu reinigen und die Regenwassereinläufe sauber zu halten. Weiter berichtete er das der Vertrag mit der Neuen Arbeit Nord um 2 Jahre verlängert worden und so weiter die Rabatten gesäubert werden können. Zuletzt erinnerte er noch einmal an den Tag der offene Tür des Amtes Südanglen am 18.08 ab 10 Uhr in Böklund.
Ulf Brogmus, als Vorsitzender des Bau- und Umweltausschuss, berichtete über den Stand der Erschließung des 2. Bauabschnitts im rechten Teil des Neubaugebiets Nordheider Ring. Trotz des schlechten Wetters sind die Bauarbeiten nur wenig in Verzug. Die Arbeiten am Endausbau des ersten Bauabschnitts werden beginnen, sobald der 2. Bauabschnitt asphaltiert wurde. Nach dem der Endausbau des ersten Bauabschnitts fertig gestellt wurde, wird sich auch das Bild des ersten Bauabschnitts ändern. Die noch unbebauten Grundstücke werden dann regelmäßig gemäht, damit der Endausbau nicht beschädigt wird. Peter Voß, als Vorsitzender des Jugend-, Senioren- und Kulturausschuss, berichtet das die Netze der Fußballtore auf dem Sportplatz mit Ketten beschwert werden konnten und nun besser Bälle halten sollen. Dann gab er noch einen Ausblick auf das Beachvollyballtunier am 11.08, an dem 8 Mannschaften von 2 - 4 Spielern teilnahmen.
Die Tagespunkte über den Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße Röhmke waren schnell abgehandelt. Da in den vorher gegangen Sitzungen das Meiste schon besprochen wurde, konnte der Kooperationsvereinbarung mit Stolk und der Vergabe von Ingenieurleistungen einstimmig zugestimmt werden.
Viele Diskussionsbedarf gab es bei der Änderung der Hundesteuer. Einig war man sich, das die Hundesteuer erst im Quartal nach dem Zuzug in die Gemeinde fällig sein sollte, da sonst eine Doppelbesteuerung vorliegt, da ja auch schon Hundesteuer am vorherigen Wohnort fällig war. Auch die fünffach Besteuerung gefährlicher Hunde war einstimmig beschlossen wurden. Damit sind keine Kampfhunde gemeint, sondern Hunde die auffällig geworden sind und dadurch als gefährlich eingestuft wurden. Ob die Hundesteuer selbst geändert werden sollte, wurde nach kurzer Diskussion an den Finanz- und Wirtschaftsausschuss verwiesen. Auch wenn man sich einig war das eine Erhöhung der Steuern nicht dazu beitragen wird das große Problem von Hundekot auf den Gehwegen zu verringern. Hier sind alle Hundebesitzer angesprochen sich an geltende Gesetze zu halten und den Hundekot zu entfernen.
Zum Schluss ging es dann um die Gaststätte „Zur Alten Schule". Da aber noch keine Entscheidung durch die Gemeindevertretung gefallen war, wie oder wer dort weiter wirkt, durfte Bürgermeister Petersen aus datenschutzrechtlichen Gründen keine Namen nennen. Informieren konnte er das Anzeigen geschaltet worden, für die etwa 1500€ ausgegeben worden, auf die es aber keine ernsthaften Rückmeldungen gab. Weitere Gespräche wurden dann in Richtung Bürgerhaus geführt. Diese Entscheidung wie es weitergeht sollte erst im nicht öffentlichen Teil der Versammlung fallen. Dort wurde entscheiden, die Gaststätte auf Probe mit verminderten Betrieb zu betreiben. Als „Wirtin" wird dort Marlies Schütt aus Neuberend wirken. Zusammen mit der Gemeinde soll so neues Leben in die Gaststätte einziehen. Geplant ist es Montags, Mittwochs und Freitags zu öffnen. Auch für Familienfeste oder Vereinsveranstaltungen steht die Gaststätte zur Verfügung, um frühzeitige Anmeldung wird gebeten. Diese Lösung wird nach einem halben Jahr einer Prüfung unterzogen, ob sich die Gaststätte so halten kann. Jetzt sind alle Bürger Idstedts aufgerufen der Gaststätte eine Chance zu geben und Feste wieder im Ort zu feiern. Auch Idstedter Vereine wurden um weitere Unterstützung gebeten, auch wenn schon viel in der Gaststätte gemacht wurde, sollte es nicht weniger werden. Wenn der Betrieb der Gaststätte sich rechnet und tragen kann, besteht auch eine kleine Chance das ab 2014 Marlies Schubert als Pächterin der Gaststätte auftritt. Auf eine Umbenennung in Bürgerhaus „Zur Alten Schule" oder einen ähnlichen Vorschlag konnte man sich nicht einigen, so das es weiterhin Gaststätte „Zur Alten Schule" heißen wird.
Unter Verschiedenes wurde erneut die hohe Kante im nördlichen Kreisel des Neubaugebietes angesprochen. Für Radfahrer stellt diese Kante ein nicht unerhebliches Hindernis dar. Diese Kante kann aber nicht entschärft werden, da diese zur Wasserableitung benötigt wird. Sollte diese Kante niedriger sein oder gar ganz aufgehoben werden, kann Regenwasser nicht mehr effektiv abgeleitet werden, so erklärte es ein Ingenieur der im Neubaugebiet tätig ist. Auch die Verlängerung des Gehwegs den Röhmker Weg rauf auf der rechten Seite zum Neubaugebiet musste eine Absage erteilt werden. Die Verlängerung würde etwa 10.000€ kosten und gleichzeitig die Straße verengen. Ein Gehweg auf Straßenniveau würde wiederum Fußgänger gefährden. Zum interkommunalen Gewerbegebiet gab es noch keine weiteren Informationen. Zur Zeit werden Landangelegenheiten geklärt.
Zum Schluss informierte Bürgemeister Petersen über die Teilnahme an „Unser Dorf hat Zukunft". Am 29.08 werden diesbezüglich Juroren Idstedt besuchen und sich das Dorf ansehen.