80-jähriges Jubiläum der freiwilligen Feuerwehr Idstedt

Am 02.06 hatte die freiwillige Feuerwehr Idstedt zu einer Jubiläumsfeier auf den Sportplatz, hinter dem Feuerwehrgerätehaus, geladen. Dieser Einladung waren 11 Feuerwehren aus dem Amt Südangeln gefolgt und erschienen in unterschiedlicher Mannschaftsstärke mit ihrem Feuerwehrauto in Idstedt. Gleichzeitig handelte es sich auch um eine Teilamtsübung des Amtes Südangeln. Aber nicht nur Wehren aus dem Amt waren eingeladen, auch Ortsvereine und natürlich die Bewohner Idstedts. Leider waren nicht viele Einwohner gekommen um sich die Ausrüstung der verschiedenen Wehren anzusehen, obwohl das Wetter nicht so schlecht war wie befürchtet, Regen gab es keinen, aber der frische Wind kühlte den Tag merklich ab. Dennoch begab sich ein beachtlicher Zug aus etwa 150 Personen zu einen Umzug durchs Dorf, nachdem Wehrführer Volker Vahlendick alle Anwesenden begrüßt, die Mannschaftsstärken aufgenommen und an den anwesenden stellvertretenden Amtswehrführer gemeldet hatte, der wiederum diese Stärke an den Kreiswehrführer meldete. Begleitet wurde der Umzug von der Feuerwehrkapelle aus Westerakeby, die auch nach dem Umzug ein einem Zelt weiterspielte und zusammen mit den engagierten DJ für die musikalische Untermalung des Nachmittags sorgten.
Als der Umzug den Sportplatz wieder erreicht hatte, gab Wehrführer Vahlendick einen kurzen Einblick in die Geschichte der Feuerwehr Idstedts. Er wusste auch zu berichten das die Feuerwehr 122 Jahre alt hätte sein können, allerdings hat die Gemeindevertretung von 1890 die Gründung einer freiwilligen Feuerwehr mangels Masse abgelehnt. Aber auch mit 122 Jahren wäre die freiwillige Feuerwehr Idstedt nicht die älteste Wehr im Amt. Im Anschluss überbrachten die Vertreter der Feuerwehr, Amt und Gemeinde ihre Glückwünsche. Dabei ließen sie sich nicht nehmen auf die Situation der Feuerwehr einzugehen, die im Amt zwar nicht so dramatisch ist wie befürchtet aber immer noch nicht wirklich gut. Vor allem die Erreichbarkeit von Feuerwehrleuten Tagsüber ist immer noch sehr schwach. Dabei geht es schon lange nicht mehr nur um Brandeinsätze, vor allem technische Einsätze stehen immer mehr im Vordergrund. Leider kommt es auch immer wieder zu Fehleinsätzen oder Einsätzen die vielleicht nicht wirklich nötig getan hätten. Es erging ein Appell, das sich um die gesetzlich vorgeschriebenen Rauchmelder gewissenhaft zu kümmern sei und vielleicht die Not der Lage besser einzuschätzen und ein paar Zentimeter Wasser selbst aus dem Keller zu holen oder einen Ast selbst von der Straße zu entfernen, obgleich die Feuerwehr zu jedem Notfall ausrückt zu dem sie gerufen wird, egal wie groß die Not ist. Auch wurde die Gelegenheit genutzt die Beförderung eines Feuerwehrkameraden aus Neuberend in einem gebührenden Anlass durchzuführen.
Nachdem der „offizielle" Teil der Veranstaltung beendet war, ging es zum geselligen Teil über. Die Feuerwehren öffneten ihre Fahrzeuge und jedermann konnte sich die Ausrüstung ansehen. Für das leibliche Wohl gab es Erbsensuppe, Grillwurst, Pommes und Kaffee und Kuchen. Auch dursten musste niemand. Um den Nachmittag aufzulockern, wurde dann noch ein Wettbewerb ausgetragen. Immerhin war es ja auch ein Teilamtsübung, daher mussten sich die noch anwesenden Wehren in Schlauchzielwurf beweisen. Jeder Wehr trat mit 3 Mann an, die ihren Schlauch über 15 Meter so dicht wie möglich an ein Warnhütchen ausrollen sollten wie möglich. Das gelang so manchen beachtlich gut, so dass der beste die Kupplung seines Schlauches gerade mal 30 Zentimeter vom Zeil ablegte. Im großen und ganzen war es aber ein Riesenspaß, und vor allem die Würfe die nicht so gut gelungen waren sorgten für viel Erheiterung. Am ende standen dann aber 3 Gewinner fest, die sich über verschiedene Wurstpreise freuen durften. Am besten, bzw. die kürzeste Distanz zwischen dichtesten und weitesten ende des Schlauches vom Ziel, war Struxdorf, gefolgt von Havetoft und Neuberend. Auch einen Trostpreis gab es für die letzten in der Wertung, den Stolk bekam, dies hat der heiteren Stimmung aber kein Abbruch getan. Auch die Feuerwehr Böklund zeigte noch eine Übung aus ihrem Bereich. Dabei wurde eine Arbeitsbühne zur Rettung an einem LKW aufgebaut. Zudem gab es noch eine Vorführung was bei einem Fettbrand in der Küche passieren kann und wie man solch einen Brand löscht, in dem man einfach den Deckel auf dem Topf legt und diesen vorsichtig von der heißen Platte nimmt. Niemals mit Wasser löschen, was dabei passiert wurde anschaulich demonstriert. Ebenso wurde vorgeführt wie eine in Brand geratene Person mit einer Löschdecke gelöscht werden kann, in dem man das Feuer unter der Decke ausstreicht und nicht draufhaut. Zum Schluss der Vorführung wurden noch Spraydosen dem Feuer ausgesetzt und die geplatzten Dosen dem Publikum präsentiert. Jeder anwesende konnte sich ein Bild machen was passiert, wenn so eine Dose zu lange Hitze ausgesetzt wird, was auch schon im Auto im Sommer in der Sonne passieren kann.
Gegen 17 Uhr löste dann die Big Band des Musikzugs der Böklunder Feuerwehr die Musikanten aus Westerakeby ab. Leider waren zu diesem Zeitpunkt schon viele Gäste gegangen. Dennoch spielte die Big Band frisch auf und heizte die Stimmung bei den Anwesenden ein. Was zum Schluss zusätzlich für Aufregung sorgte, war eine spontan angehaltene Auktion eines Kuchens vom DRK. Jeder gab einen Betrag auf des bestehende Gebot drauf und war damit Führender. Am Ende kam von allen Bietern eine stattliche Summe zusammen, die an das Jugendrotkreuz ging. Gewonnen hatte eine kleine Gruppe Kinder, die sich riesig über den ersteigerten Kuchen freuten.
Am Ende war es eine gelungenes Jubiläum, das vielleicht etwas mehr Aufmerksamkeit aus der Bevölkerung verdient gehabt hätte. Auch wenn die Feuerwehr freiwillig ist, erfüllt sie doch eine wichtige Aufgabe in der Gemeinschaft jeder Ortschaft.

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