Keine Erweiterung des Solarparks östlich Karrenbergs

Zu beginn der Versammlung bat Bürgermeister Petersen alle Anwesenden zu einer Gedenkminute für den Anfang Februar verstorbenen ehemaligen Bürgermeister Erhard Bartholmei. Von 1970 - 1982 war Erhard Bartholmei Bürgemeister der Gemeinde Idstedt und auch danach kümmerte er sich weiter um Idstedt, vor allem um die Geschichte die zum Teil in der Chronik niedergeschrieben ist.
Nach einer kleinen inhaltlichen Änderung und Erweiterung der Tagesordnung, kam es zur, von vielen anwesenden Bürgern erwarteten, Beratung über die Änderung des Flächennutzungsplans für Karrenberg. Herr Ivers vom Ingeneurbüro Ivers brachte alle Anwesenden nochmal auf den aktuellen Stand der Dinge. Dazu gehörte auch die Erweiterung des Solarparks auf eine Fläche östlich des ehemaligen Kasernengeländes. Gerade dieses Gelände sorgte erneut für viel Diskussionsbedarf. Es standen sich dabei ökologische und ökonomische Interessen unvereinbar gegenüber. Gerade im Hinblick auf die neue Einspeisevergütung ist dieses Gelände für den Investor wichtig geworden. Dem gegenüber stand aber das das Gelände in einem Landschaftsschutzgebiet liegt und zusätzlich von ökologisch wertvollen Bereichen umgeben ist. Die Gegner der Erweiterung beanstandeten zum einen, das plötzlich nicht mehr nur das Kasernengelände bebaut werden sollte, so wie ursprünglich von der Gemeinde geplant, zum anderen befürchteten sie auch das ein Solarpark in diesem Gebiet erst der Anfang für weitere Bebauungen der Landschaft östlich der Langseestrasse werden könnte, während die Befürworter hauptsächlich die Hoffnung auf Arbeitsplätze und Steuereinnahmen einbrachten. Nach dem aus der Gemeindevertretung ein Antrag auf Streichung des östlichen Teils des Solarparks eingereicht wurde, musste abgestimmt werden ob der Flächennutzungsplan wie vorgestellt, ehemaliges Kasernegelände Karrenberg und ein etwa 3 Hektar großes Gelände östlich gegenüber, oder verringert um den östlichen Teil genehmigt werden sollte. Mit 4 Ja und 5 Nein stimmen wurde die Änderung des F-Plans inklusive „Osterweiterung" abgelehnt und letztendlich eine Änderung des Flächennutzungsplans, der einen Solarpark und ein Informationszentrum für regenerative Energien vorsieht, für das ehemalige Kasernengelände genehmigt. Eine Reaktion des Investors war leider an diesem Abend nicht zu erfahren, da dieser beruflich nicht anwesend sein konnte. Die Änderung des Bebauungsplanes für Karrenberg wurde dann einstimmig genehmigt.
Weiter ging es mit weiteren großen Planungen im Dorf. Der Endausbau für den ersten Teilabschnitt des Baugebiets rechte Seite Nordheiderring steht an. In diesem Zuge wurde bereits im Vorfeld geäußert ob es nicht Sinn macht, den 2. Bauabschnitt gleich mit zu erschließen. Zu einem würden die Kosten für eine Baustellen Einrichtung nur einmal anfallen, zum anderen würde ein größeres Volumen den Preis sicher auch positiv beeinflussen können. Zudem gibt es schon Interessenten für Grundstücke im 2. Bauabschnitt. Dies alles fiel auf fruchtbaren Boden in der Gemeindevertretung und so wurde der Endausbau und die Erweiterung einstimmig beschlossen.
Aktuell auf die Tagesordnung kam dann noch die Errichtung einer neuen Buswartehütte an der Idstedt Kirche. Die alte Hütte musste wegen Einsturzgefahr abgerissen werden. Der Zahn der Zeit und die ein oder andere äußere Einwirkung hatten ihre Spuren hinterlassen. Eine Errichtung eines Buswartehäuschens wie im Ortskern wurde aufgrund der abgelegen Stelle abgelehnt, die Gefahr das dort etwas zerstört wird, ist einfach zu hoch. Daher wurde wieder eine Hütte aus Holz in Auftrag geben.
Auch neu auf die Tagesordnung kam die Beschlussfassung, ob die Gemeinde Idstedt an der Aktion „Unser Dorf hat Zukunft" teilnehmen soll. Dies ist der Nachfolger von „Schönes Dorf". Auch wenn man nicht viel von dieser Aktion erwartet, hat die Gemeindevertretung beschlossen daran teilzunehmen. Was genau zu tun ist und bis wann, wird in den nächsten Jugend-, Senioren-, und Kulturausschusssitzungen beraten werden.