Was geschieht auf Karrenberg

Vor der gemeinsamen Sitzung des Finanz- und Wirtschaftsausschuss und Bau- und Umweltausschuss stand die Beteiligung der Öffentlichkeit nach $3 Abs. 1 BauGB über die Planung des Solarzentrums Idstedt auf Karrenberg. Eine Stunde lang erläuterte Herr Ivers vom Ingenieurbüro Ivers über die bereits durchgeführten und geplanten Schritte zur Verwirklichung des Solarzentrums. Geplant ist es Solaranlagen auf der etwa 13 Hektar großen Freifläche auf dem ehemaligen Stützpunktgelände und auf einem Flurstück gegenüber des Eingangs und auf den Dächern der vorhandenen Hallen zu errichten. Die Hallen selber sollen zur Lagerung nicht häufig bewegter Dinge, z.B. Wohnwagen für Wintereinlagerung oder landwirtschaftliche Geräte, dienen, so dass möglichst wenig Verkehr entsteht. Im vorderen Bereich beim Eingang wird ein Informationszentrum für regenerative Energien entstehen. Dies alles waren keine neuen Informationen, wurden aber anschaulich in verschiedenen Plänen dargestellt. Neu waren die Informationen über die notwendigen Maßnahmen für den Umweltschutz, z.B. Abstände zu Waldflächen, und die Stellungnahmen der Behörden und Träger öffentlicher Belange. In den meisten Stellungnahmen waren kaum Bedenken zu lesen, nur Naturschutzverbände haben sehr große Bedenken gegen die geplanten Maßnahmen auf dem Flurstück östlich des ehemaligen Stützpunktes, da es sich in einem Landschaftsschutzgebiet befindet, aus dem es erst entlassen werden müsste. Dieser Informationsabend war nur der Auftakt zu weiteren Informationen und Beteiligungen der Öffentlichkeit. Als nächstes werden die Pläne einen Monat lang im Amt Südangeln ausgelegt und können von Jedermann eingesehen und kommentiert werden.

In der anschließenden Ausschusssitzung ging es vorrangig um weitere Themen die Idstedt bewegen, aber auch hier wurde das Solarzentrum noch einmal kontrovers diskutiert. Zu Beginn aber wurde Hans-Georg Rosenberg vom Finanzausschussvorsitzenden Falko Hildebrandt als bürgerliches Mitglied des Finanzausschusses verpflichtet und so der Ausschuss wieder komplettiert. So konnte beide Ausschüsse in beschlussfähiger Stärke über den Endausbau des ersten Bauabschnitts des Neubaugebiets Röhmker Weg 3/2, rechte Seite aus Richtung Idstedt, und die Erschließung des zweiten Bauabschnitts beraten. Die Erschließung des zweiten Bauabschnitts ist gerade jetzt ein günstiger Zeitpunkt, da zur Zeit die Preise für Baustellen niedrig sind und die Erschließung zusammen mit dem Endausbau angegangen werden kann, was zusätzlich Kosten spart. Zu gleich gibt es schon zwei Interessenten für ein Grundstück im zweiten Bauabschnitt, so dass die Kosten dafür zum Teil schnell wieder rein kommen können. Des weiteren musste Bürgermeister Petersen berichten, das die Bushaltestelle an der Idstedtkirche Richtung Flensburg abgerissen werden musste, da diese so stark verfallen und zerstört war, das erhöhtes Verletzungsrisiko bestand. Nun sollen bis zur Gemeinderatssitzung Angebote für eine neue Haltestelle eingeholt werden.