Vereine und Institutionen berichteten über ihre Aktivitäten

 


Edgar Petersen überreicht Carla Matschulat den Ehrenteller Idstedts

Alle zwei Jahre lädt die Gemeinde die Vereine und Institutionen Idstedts ein, über Ihre Aktivitäten der letzten 2 Jahre zu berichten. Bevor es aber soweit war, wurde eine Gemeindevertreterversammlung abgehalten. Diese begann mit einer Schweigeminute für Peter Peters, der Anfang Januar verstarb. Peter Peters war von 1982 - 1990 in der Gemeindevertretung und war eine Zeitlang auch stellvertretender Bürgermeister.
Die Berichte der Ausschussvorsitzenden und des Bürgermeisters viel kurz aus, da seit der letzten Sitzung keine Ausschüsse tagten und auch der Bürgermeister nicht viele Termine hatte. Vom Schulverband berichtete Markus Behmer kurz, das die Böden in der Aula und dem angrenzenden Musikraum vom Hausmeister der Schule repariert werden sollen und der Fußboden im Technikraum ersetzt wird. Zudem soll eine Kraft für Schulsozialarbeit eingestellt werden. Da die Finanzierung aber noch nicht ganz sicher ist, da es noch keine festen Aussagen vom Kreis für Zuschüsse zu so einer Stelle gibt, steht noch nicht ganz fest wie diese Stelle aussehen soll. Aber klar darüber war sich der Schulausschuss das so eine Kraft gebraucht wird.
Der einzige Punkt auf der Agende war erneut die Beratung und Beschlussfassung über Stundung, Niederschlagung und Erlass. Eine Änderung der Hauptsatzung, wie am 07.12.11 vom Bürgermeister gehofft, wurde vom Amt nicht genehmigt. So musste eine eigene Satzung her. Da das Thema am 07.12.11 bereits ausführlich beraten wurde, und jedem Gemeindevertretungsmitglied ein Entwurf der Satzung vorlag, war die Abstimmung wie am 07.12.11 zu verfahren einstimmig.
Unter verschiedenes nutze Norbert Essing die Gelegenheit sich als neuer Besitzer von Idstedt Karrenberg vorzustellen und kurz zu erläutern was dort geplant ist. Alle Freiflächen und Hallendächer sollen mit Solar belegt werden. Dazu soll die Nutzung der Hallen in Lagerhallen für langfristige Lagerungen für z.B. Wohnwagen, Boote oder ähnliches geändert werden. Ein häufiger Lieferverkehr soll um alle Umstände vermieden werden. Zusätzlich soll im vorderen Bereich ein Informationszentrum für regenerative Energien aller Art entstehen, in dem Firmen über regenerative Energien informieren und interessierte Bürger Informationen bekommen können. Herr Essing plant um die 7 Millionen Euro in das Gelände zu investieren und dies möglichst mit Firmen aus der Umgebung. Er betonte das es ihm wichtig ist, das dort alles in Ordnung ist und gehalten wird. Dazu ist er über jeden Hinweis dankbar, der Missstände aufzeigt. Gleichzeitig wird wohl ein Hausmeister eingestellt der für Ordnung sorgen soll. Bis dies alles fertig ist kann Herr Essing über die Gemeinde erreicht werden, z.B.über das Kontaktformular auf dieser Seite.

 

Im Anschluss an die Sitzung waren alle Gemeindevertreter, bürgerlichen Mitglieder und Vertreter der Vereine und Institutionen eingeladen an einem „kleinen Imbiss" teilzunehmen. Der Wirt der Gaststätte hatte dazu ein Essen vorbereitet das allen sehr gut schmeckte. Bevor es aber soweit war nutze Bürgermeister Petersen die verbleibende Zeit Carla Matschulat mit dem Ehrenteller der Gemeinde Idstedt und einem Blumenstrauß für 40 Jahre Dienst als „Museumswärterin" in der Gedächtnishalle zu danken. Seit 40 Jahren öffnete sie jeden Tag, außer im Winter Samstags und im Sommer Montags, von 9 - 17 Uhr allen Besuchern das Museum.
Die vor 4 Jahren ins Leben gerufene Ehrung besonders verdienter Jugendlicher der Gemeinde, folgte im Anschluss. In diesem Jahr hatte nur der Bogensportverein Jugendliche für diese Ehrung gemeldet. Die Jugendlichen der Idstedter Bogensportler haben sich sehr erfolgreich in den Meisterschaften im letzten Jahr geschlagen. Dafür wurde dem Vorsitzenden der Bogensportler ein Check für die weitere Jugendarbeit überreicht.
Nach dem Essen begann Bürgermeister Petersen das Ehrenamt hervorzuheben, ohne das die politische und gesellschaftliche Arbeit der Vereine und Institutionen nicht möglich wäre. All dies geschieht, abgesehen von eventuellen Aufwandsentschädigung, unentgeltlich und freiwillig. Vielleicht auch deswegen, oder wegen Änderungen in der Gesellschaft, wird es immer schwieriger Personen zu finden, die Verantwortung in den Vereinen und Institutionen übernehmen wollen. Aber ohne diese Personen ist diese Arbeit an der Gesellschaft und der Kultur der Gemeinde nicht durchführbar und es ist zu hoffen, das auch zukünftig immer wieder der ein oder andere bereit ist dafür etwas zu tun. Gleichzeitig sind die Vereine und Institutionen selbst gefordert Jugendarbeit zu leisten um Jugendlichen zu einem eine sinnvolle Freizeitgestaltung zu bieten und den eigene Vereinszweck fortzuführen und zum anderen um bereits Jugendliche an das Ehrenamt heranzuführen, damit diese irgendwann die Arbeit fortführen können.

In diesem Jahr begann die Berichtsreihe mal von hinten und die Sportschützensparte des VFL Eiche/Neuberend begann mit ihrem Bericht. Mit 41 aktiven Schützen konnte man sich erfolgreich auf Meisterschaften bis zur Bundesebene schlagen und zahlreiche Medaillen von Gold bis Bronze in Mannschafts- und Einzelwettbewerben gewinnen. Als Aussicht in die Zukunft steht 2014 das 50jährige Bestehen der Sparte an. Bis dahin soll auch der Luftdruckstand mit einer elektronischen Trefferanzeige ausgerüstet werden.
Als nächster im Alphabet kam der Schützenverein Idstedt von 1957 zu Wort. Der Schützenverein ist ein Traditionsverein mit dem Ziel die Dorfgemeinschaft zu stärken. Zur Zeit sind etwa 110 Mitglieder im Verein, von denen etwa 60 jährlich am einzigen Höhepunkt, dem Schützenfest am 2. Juni Wochenende, teilnehmen. Die Hoffnung besteht, das zukünftig die Zahl der Teilnehmer stabil bleibt oder wieder steigt und mehr junge Bürger Idstedts mitmachen. Gleichzeitig hält man Kontakte zu den Nachbar Gilden im direkten Umfeld bis nach Schleswig zur St. Knuts Gilde.
Für den Nikolausclub berichtet dieses mal zum ersten mal Franziska Roth. Sie hatte den Nikolausclub in diesem Jahr übernommen. Was erwähnenswert dabei ist, ist das sie erst seit 2 Jahren in Idstedt wohnt. Zum Niklausfest in 2011 konnte sie 18 Kinder und 23 Erwachsene begrüßen. Diesen Erfolg möchte sie auch in diesem Jahr wiederholen.
Im Vorsitzenden des Kulturkreises Holger Behmer ist gleichzeitig auch die redaktionelle Vertretung der Südangeln Rundschau vertreten. So laufen bei ihm die Fäden der Vereine und Institutionen zusammen. Zumindest was die Koordinierung der Termine angeht und der Berichterstattung über das Geschehen im Dorf. Seit 2010 wird der Druck des Kulturkreises in eigenregie durchgeführt. Dafür danke Bürgermeister Petersen nochmal besonders, da er auch um die zusätzliche Arbeit weiß. Gleichzeit sprach er die Probleme an die noch geklärt werden müssen. Aus datenschutzrechtlichen Gründen ist die Bekanntgabe der Geburtstage und Familienfeste bedenklich, daher muss dies jetzt geklärt werden.
Auch für das Kinderfest gibt es einen „Club". Auch wenn sich die Freiwilligen die das Kinderfest organisieren eher als Team für diesen Zweck sehen. Dennoch haben sie viel zu tun um etwa 120 Kinder auf dem Kinderfest zu versorgen. Dazu hoben Marco Flor besonders die Mitwirkung Jugendlicher hervor, die zu alt für das Kinderfest sind, aber dennoch Posten übernommen haben, z.B. Führung einer Gruppe. Gleichzeit sind sie stolz keine zusätzlichen Aufwendungen von der Gemeinde zu brauchen und alles durch Spenden finanzieren zu können. Aber die Spendenbereitschaft in Idstedt nimmt etwas ab, so dass man für die Zukunft hofft weiterhin alles mit Spenden regeln zu können, aber eventuell auch an die Gemeinde herantreten muss.
Der dänische Kindergarten gehört seit 25 Jahren fest zur Gemeinde. Dies ist nicht nur örtlich bedingt, auch die Aktivitäten des Kindergartens mit den Vereinen des Ortes zeigen diese Verbundenheit. So wird ein Laternelaufen mit der Feuerwehr durchgeführt und seit 3 Jahren schmücken die Kinder den Tannenbaum auf dem Thingplatz zusammen mit dem Kulturkreis, Chor und der Feuerwehr. Gleichzeitig erhofft sich der Kindergarten Hilfe von der Gemeinde bei der Lösung baulicher Probleme im oberen Stockwerk und Umbauten für die Aufnahme von Kindern unter 3.
Die größten Probleme mit der personellen Situation im Ehrenamt hat die Freiwillige Feuerwehr. Auch wenn sie freiwillig ist, ist sie doch eine Institutionen der Gemeinde die nicht nur der Gefahrenabwehr in der Gemeinde dient und Gleichzeit auch eine Pflichtaufgabe die die Gemeinde zu erfüllen hat. Mit nur noch 29 aktiven, wird es immer schwerer für die Feuerwehr ihr Aufgaben die sie zu erfüllen hat, zu erfüllen. Daher scheute sich Wehrführer Vahlendick auch nicht die Konsequenz aus einem immer kleiner werden Stamm Aktiver aufzuzeigen. In diesem Fall ist gesetzlicher verankert das eine Zwangswehr eingesetzt werden kann. Soweit muss es aber nicht kommen. Auch wenn der Dienst in der Feuerwehr viel Zeit beansprucht, ist er doch eine faszinierende Aufgabe in technischer und gesellschaftlicher Hinsicht, nicht nur für Männer auch für Frauen und Jugendliche. Jeder ist aufgerufen sich in der Feuerwehr zu engagieren.
Der DRK Orstverband berichtet über seine Arbeit in der Seniorenbetreuung. Mit 71 Mitgliedern werden Nachmittagskaffees abgehalten, Geburtstagsbesuche durchgeführt und verschiedene Veranstaltungen angeboten. 2Mal im Jahr wird ein Blutspenden durchgeführt. Leider ist festzustellen das die Spendenbereitschaft immer weiter abnimmt. In 2012 soll ein Blutspenden im März und eines im Oktober durchgeführt werden.
Der zweite Verein in Idstedt der am meisten mit der Zahl der Mitglieder zu kämpfen hat, ist der gemischte Chor. Als Verein mit der größten kulturellen Angebot, sind sie aber gerade auf eine Vielfalt an Stimmen angewiesen. Dennoch werden jedes Jahr etwa 65 Veranstaltungen, inkl. 39 Übungsabende, durchgeführt. Für die Verstärkung des Vereins werden aber immer aktive Sänger gesucht.
Als einer der jüngsten Vereine stellte der Idstedter Petanque Club, landläufig als Boule bekannt, seine Aktivitäten vor. Mit 55 Mitglieder von 10 - 74 Jahren, von denen 7 Jugendliche sind, nimmt der IPC an der Liga des DPV teil und erfolgreich an verschiedenen Meisterschaften. Gleichzeitig ist man froh und der Gemeinde dankbar, das man einen so gut Platz zur Verfügung hat. Einen Platz mit 3 verschiedenen Untergründen findet man in ganz Norddeutschland kein zweites mal. Der Platz wird sogar zur Ausrichtung der Deutschen Meisterschaften genutzt. Aber nicht nur Leistungssport soll dort betrieben werden, auch der Breitensport steht im Vordergrund. So wird einmal im Jahr ein Mitternachtsboulen durchgeführt an dem jedermann teilnehmen kann.
Der jüngste Verein Idstedts, sind mit 6 Jahren die Idstetder Bogensportler. Mit inzwischen 91 Mitgliedern trägt man den Namen Idstedt auf verschiedenen Veranstaltungen durch die ganze Republik. Dabei kommen die Mitglieder des Vereins aus dem ganzen Kreisgebiet. Geschossen wird in den Disziplinen 3D und FITA außen. Dabei sind die Sportler bis auf Meisterschaften auf Bundesebene vertreten. Sogar zur EM schafften es die Bogenschützen. Stolz ist man auf die aktive Jugendarbeit, die bereits zu beginn der Veranstaltung ein Thema war.
Zum Schluss berichtet die Angelsportgemeinschaft Idstedt. Mit 152 Mitglieder der wohl größte Verein Idstedts. Mit 37 Jugendlichen steht auch hier die Jugendarbeit stark im Vordergrund. Dies wird auch durch das jährliche Anglercamp, in dem Mitglieder des Vereins Jugendlichen eine Woche Angeln am Stück ermöglichen, und monatlichen Jugendtreffs in den Sommermonaten unterstrichen. Weitere Höhepunkte sind der Karpfenverkauf zu Weihnachten und Syslvester, der bereits seit 32 Jahr stattfindet, und natürlich die Gemeinschaftsangeln. Auch Fischereiprüfungen organisiert man in Zusammenarbeit mit dem ASV Schleswig und dem ASV Jübek.
Zusammenfassend ist in den Berichten klar herausgekommen, das kein Verein und keine Institutionen für sich allein existiert. Immer wieder gibt es gemeinsame Veranstaltungen die das dörfliche Leben der Gemeinde Idstedt zusammenhalten.
Zum Ende der Sitzung dankte Edgar Petersen noch Gerd Krüger, Holger Behmer und Manfred Griese. Sie haben freiwillig die Position von Gemeindearbeiten übernommen, die Idstedt schon lange nicht mehr hat. Immer wenn mal was zu erledigen ist, kann man auf die 3 und auch andere zählen. Zudem dankte er Jürgen Schwaß, der sich um die Reinigung des Schützenheims und der Toiletten am See kümmert, so dass diese Prüfungen ohne Beanstandungen überstehen. Auch hätte er gerne Heike Steffens für ihre Arbeit als redaktionelle Anlaufstelle für die Südangeln Rundschau, die jetzt Holger Behmer übernommen hat, gedankt, leider konnte sie aus beruflichen Gründen nicht teilnehmen. Bürgermeister Petersen holte dies aber am folgenden Tag nach. Auch dem Webmaster der Gemeinde, Markus Behmer, dankte er für seine Arbeit an der Webseite, die inzwischen weltweit bekannt ist. Dies wurde auch aus den Reihen der Anwesenden bestätigt, die Verwandte in Übersee haben.
Als letztes hatte er noch eine gute Nachricht für die kirchliche Gemeinde Idstedt. Ab dem 01.02 hat die Albert-Schweitzer Gemeinde eine Pastorin. Am 05.02 15 Uhr findet daher ein Einführungsgottesdienst in der Idstedter Kirche statt.