Finanzen dominieren die Gemeindevertreterversammlung am 23.11

Da seit der letzten Gemeindevertreterversammlung nur der Finanz- und Wirtschaftsausschuss getagt hat, bestimmten die Themen vom 9.11 auch die Tagesordnung der Versammlung.
Da der 2. Nachtragshaushalt 2011 und der Haushalt für 2012 im Finanzausschuss detailliert besprochen wurden, wurde diesmal nur das Gesamtergebnis angesprochen. Einstimmig wurden beide Haushalte beschlossen.
Ebenso wurde der Zuschuss für den Gemischten Chor, wie empfohlen, beschlossen.
Die Beratung über die Erstellung einer Photovoltaikanlage auf dem Schützenheim musste mit neuen Parametern erneut geführt werden. Da die Zeit in diesem Jahr bereits weit vorangeschritten ist und der Winter vor der Tür steht, kann die Firma, die die Anlage erstellen soll, nicht garantieren das die Bereitstellung der Anlage, und die Einspeisevergütung für 2011, noch in diesem Jahr klappt. Daher wurde der Gemeinde ein Rabatt angeboten, falls die Anlage in diesem Jahr nicht realisiert werden kann. Da die Anlage vor allem dazu genutzt werden soll, den Stromverbrauch im Schützenheim zu verringern wurde beschlossen die Anlage zu erstellen.
Den größten Beratungsbedarf gab es beim Thema Karrenberg. Nachdem das Gelände verkauft und Verhandlungen mit dem neuen Eigentümer aufgenommen wurden, ging es nun darum einen Vertrag mit dem neuen Eigentümer über die Beteiligung bei der Bauleitplanung zu beschließen. Nachdem der Bürgermeister das neue Konzept des Eigentümers erläuterte, nachdem ein Solarzentrum Idstedt entstehen soll, in dem vor allem Solarzellen Strom erzeugen sollen, aber gleichzeitig über erneuerbare Energien verschiedener Art Informiert werden soll, und der Vertrag noch einmal beraten wurden, wurde mehrheitlich dem Vertrag zugestimmt. Auch die Beratung über einen Ingenieurvertrag zur Bauleitplanung wurden mit einem mehrheitlichen Votum dafür abgeschlossen.
Zum Schluss stand noch einmal die Veräußerung der Schmutzwasserbeseitigung, diese beinhaltet neben dem offensichtlichen Klärwerk auch die Schmutzwasserrohre und Pumpstationen, beraten. Genauer ging es auch hier um einen Vertrag der mit der Stadt Schleswig über den Verkauf der Schmutzwasserbeseitigung geschlossen werden soll. Leicht viel es niemanden die Kontrolle über die Schmutzwasserbeseitigung abzugeben. Die Nachteile für die Bürger, wenn man die Beseitigung selbst weiter betreibt, sind aber wesentlich höher. In naher Zukunft kommen viel Kontrollen auf die Anlagen zu, die die Kosten enorm in die Höhe treiben. Da die Schmutzwasserbeseitigung eine selbst rechnende Einheit ist, müssten all diese Kosten auf die Bürger umgelegt werden. Daher hat man sich entschlossen, da auch die Klärwerker wegfallen die die Anlage bis ende diesen Jahres betreut haben, die Schmutzwasserbeseitigung abzugeben. Ganz ohne Gebührenerhöhung wird es aber nicht gehen, allerdings wird diese sehr viel geringer ausfallen als wenn man das Netz behält. Am 07.12 wird dafür einer Gemeindevertreterversammlung stattfinden, in der die Gebühren auf 3,70€ je m³ und 11€ Grundgebühren pro Monat erhöht werden müssen. Dafür garantiert die Stadt Schleswig der Gemeinde Idstedt das diese Gebühren 3 Jahre fest bleiben und erst danach Schrittweise geändert werden. Die Gemeindevertreter haben diesem Vertrag schließlich einstimmig zugestimmt, mit der Überzeugung das es die beste Lösung für alle ist.
Unter Verschiedenes wurde nochmal die Möglichkeit des weiteren Ausbaus des zweiten Baugebietes besprochen. Der Bürgermeister hat sich dafür ein Angebot für die Erschließung geben lassen. Wenn 3 Grundstücke verkauft werden können, steht einer Erschließung nichts im Weg. Da im Winter aber keiner Erschließung möglich sein wird, soll dieses Thema im kommenden Frühjahr wieder auf die Tagesordnung kommen.