Der Regen brachte Herbert Schmidt wieder Glück

Eine Woche später als üblich, feierte der Schützenverein Idstedt von 1957 am 18.06 sein Schützenfest. Die Verschiebung wurde nötig, da in diesem Jahr Pfingsten auf das 2. Wochenende im Juni gefallen ist.
Leider hielt das Wetter nicht so lange durch und es regnete immer wieder am Vormittag. Davon waren vor allem die Männer betroffen, die am Morgen mit einem Marsch durchs Dorf den König abgeholt haben und so manchen kleinen Schauer dabei abbekamen. Dennoch kamen 20 Männer und 21 Frauen um beim Vogelschießen ihren König bzw. ihre Königin zu finden.
Dies ließ allerdings etwas auf sich warten. Nach 482 Schuss waren die Frauen die ersten. Um 14:05 Uhr fiel dort der Koniginnenschuss durch Elke Schackert, mitten in einem Regenguss. Daher bekam sie später auch den Beinamen „die Wetterfeste".
Die Männer brauchten 40 Minuten länger, was vielleicht auch daran lag das diese, wie sich im Nachhinein als unnötig erwies, eine Pause eingelegt hatten um die Damen aufholen zu lassen, da diese 2 Preise hinterher hingen, und mühten sich etwas den Rumpf vom Pflock zu schießen. Um 14:42 Uhr nach 580 Schuss fiel der Rumpf für Herbert Schmidt. Da er diesmal allein am Fest teilnahm, da seine Frau auf einer Kur war, bekam er den Beinamen „der Strohwitwer". Herbert Schmidt bekam schon zum dritten Mal die Königswürde verliehen. Wie auch in diesem Jahr, hat es die beiden Male zuvor geregnet. Es scheint dass Herbert Schmidt gerade bei Regen besonders viel Glück hat.
Die weiteren Preisträger sind:
Kopf:              Carsten Bernau und Monika Behmer
Schwanz:        Holger Behmer und Monika Petersen
rechter Flügel: Manfred Griese und Waltraut Clasen
linker Flügel:   Hans-Wilhelm Clasen und Erna Koch
Zitrone:           Ralf Wiemeier und Bodil Schulze
Trostpreis:      Heinz Berger und Katja Petersen

 

Neben dem Schießen auf den Holzvogel, wurden auch wieder die Pokalschiessen ausgetragen. Um einen Pokal zu erringen, brauchte es in diesem Jahr mindestens 50 Ringe. Geschossen wurde je 5 Schuß in den Disziplinen Luftgewehr und KK 100 Meter. Zusätzlich wurde mit 5 Schuß um den Paul Gerd Schneider Pokal mit dem Luftgewehr geschossen. Dieser ging in diesem Jahr mit 50,4 Ringen an Manfred Griese. Den Luftgewehr Pokal der Frauen konnte sich Monika Visser, ein neues Mitglied im Verein, das wir aus Emden begrüßen durften, mit 50,5 Ringen sichern. Bei den Herren war Björn Zimmer mit 50,6 Ringen der beste Schütze. Ebenso wie beim Schießen mit dem KK-Gewehr, wo er sich mit 50,1 Ringen den Pokal holte. Bei den Frauen holte sich die amtierende Königin Elke Schackert den Pokal mit 50,2 Ringen. Wie im letzten Jahr eingeführt, schossen die aktiven Sportschützen auf ihre eigenen Pokale. Da wird allerdings nicht mehr nach Frauen und Männern getreten, so dass die Pokale in diesem Jahr an zwei Männer gingen. Den Luftgewehr Pokal holte sich Manfred Griese mit 50,8 Ringen und der KK Pokal ging an Willy Koitzsch, ebenfalls ein neues Mitglied im Verein aus Tolk, der 51,3 Ringen erzielte.

 

Am Abend hatte dann das Wetter ein einsehen mit dem Festumzug und es regnete nicht. Dennoch wurde die übliche Strecke etwas verkürzt. Nachdem das Königspaar abgeholt wurde, ging es nur noch mit 2 kleinen Schlenkern durch den Nordheider Weg und über die L28 direkt zur Gastwirtschaft. Dies wurde im Nachhinein auch vom König des letzten Jahres Detlev Hansen begrüßt. Er hatte sic, dankenswerter Weise, freiwillig als Fahnenträger angeboten, da der amtierende Fahnenträger als Preisträger im Zug eingereiht war, aber nicht gedacht, das eine Fahne so schwer werden kann. Obwohl für viele keine Mittagstunde möglich war, dafür war es mittags zu spät geworden, wurde abends auf dem Fest, mit sehr guter Unterstützung der Musik, kräftig bis in die Morgenstunden gefeiert.

 

Markus Behmer, Kapitän