Was geschieht mit Karrenberg

Am 08.07 hat die Gemeinde die Bevölkerung Idstedts zu einer Besichtigung des ehemaligen Mob Stützpunkts Karrenberg eingeladen. Im Anschluss gab das Planungsbüro Öding einen Überblick über das Rahmenkonzept, was man aus Karrenberg machen kann. Auch wenn die Beteiligung der Idstedter Bürger nicht so groß war, so bekamen doch alle einen detaillierten Überblick über das Gelände, das Rahmenkonzept und was machbar sein kann.

Auf dem Gelände selbst, konnte man sich alle Gebäude anschauen und Herr Öding und Herr Petersen gaben Auskunft darüber was man sich vorstellt mit den Gebäuden. So sollen im westlichen Teil des Geländes ältere Hallen abgerissen werden und die gesamte Fläche entsiegelt und der Natur zurück geben. Die Dächer der übrigen Hallen ist geplant mit Fotovoltaikanlagen zu belegen. Die Hallen und Gebäude selbst sollen auch mit Leben gefüllt werden und dazu beitragen die Investitions- und Betriebskosten wieder einzubringen. Die großen Hallen im südlichen Teil des Geländes könnten zur Lagerung verschiedener Dinge genutzt werden. Dabei ist zu beachten, das eine gewerbliche Nutzung absolut ausgeschlossen ist. Nur wenn es sich um Landschaftsschutz oder Tourismus handelt, ist eine Nutzung möglich.

Im Anschluss an die Begehung, stellte Herr Öding, das Rahmenkonzept in der Gaststätte „Zur Alten Schule“ vor. Er betonte von Anfang an, das es sich um eine Ideensammlung handelte und nichts fertiges und das weitere Ideen willkommen sind. Dennoch wurde ein detailliertes Konzept mit konkreten Vorschlägen der weiteren Nutzung vorgestellt. So wurde das Gelände in 5 Bereiche unterteilt:

Unterkünfte
Freizeit
Kultur
Lagerung
Natur

Für Unterkünfte wurde der nordöstliche und nördlichste Teil vorgesehen. Vorstellen könnte man sich Stellplätze für Wohnmobile, ein Pilgerhotel und ein Versorgungsgebäude.

Der Bereich für Freizeit wird am meisten Platz einnehmen, da man sich von diesem Bereich auch die meisten Einnahmen verspricht. So soll der Zugang für die Bevölkerung frei sein, aber Freizeitgruppen die das Gelände zum Zelten und die weiteren Einrichtungen des Freizeitbereiches nutzen könnten, sollen dies buchen können. Neben einem Zeltplatz könnten im Freizeitbereich ein Grillplatz, verschiedene Sportfelder und andere sportliche Bereiche entstehen.

Drei der gemauerten Hallen, im zentralen bereich rechts, könnten Museen beherbergen, die einen geschichtlichen Zusammenhang mit Idstedt haben oder auch darüber hinausgehende kulturelle Angebote. Die Hallen auf der linken Seite, könnten Vereinen zur Verfügung stehen, wofür auch bereits interresse bekundet wurde.

Für den Bereich Lagerung sind 4 der 5 großen Hallen im Süden des Geländes eingeplant. Da eine gewerbliche Nutzung nicht möglich ist, könnten dort z.B. landwirtschaftlichen Geräte, Boote oder Wohnmobile gegen eine Gebühr untergestellt werden. Da dieser Bereich, die anderen akustisch und optisch stören könnte, ist geplant den Bereich durch einen Knick von den anderen zu trennen und mit einer eigene Einfahrt zu versehen.

Die größten Veränderungen gibt es im westlichen Bereich, in dem einige Hallen abgerissen und der Boden wieder entsiegelt werden soll. Da dieser Bereich der Natur wieder zur Verfügung gestellt werden soll. Es könnte darin ein Naturlehrpfad entstehen, der an verschiedenen Stationen dem Besucher die Natur näher bringt. So gibt es dort einen kleinen Teich, der mit einem Aussichtssteg versehen werden könnte. Verschiedene Tafeln und Exponate, z.B. ein Insektenhotel, könnten über die Natur Auskunft geben. Auch einer der großen Hallen im Süden soll mit in den Lehrpfad eingebunden und zu einer Fledermaushalle umfunktioniert werden.

All dies ist aber noch kein festes und fertiges Projekt. So muss die Gemeinde erst eine Machbarkeitsstudie abwarten, die im Herbst vorliegen soll. Auch wird ein Träger gesucht, der beider Vermarktung des Geländes hilft. Dann gibt es weitere Beratungen im Gemeinderat, ob das Projekt wirklich verwirklicht werden soll.

Auch werden gern noch weitere Ideen angenommen, was man auf dem Gelände verwirklichen könnte. Dazu ist jeder eingeladen seine Ideen vorzubringen. Gern auch über unser Kontaktformular.

Sind sie an einem der Gebäude oder an der Vermarktung des Geländes interessiert, können Sie sich auch gern über unser Kontaktformular an uns wenden.

 

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